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Bauland bald teurer?

LBS - Studie: Viel Nachfrage, wenig Angebot

Bauherren in den alten Bundesländern müssen sich nach einer Marktstudie der Landesbausparkassen (LBS) auf steigende Bodenpreise einstellen.

Die Preise dürften bis Jahresende um vier Prozent zulegen, sagte Verbandsdirektor Hamm. Im Süden
und Westen würden sinkende Baukosten oft durch steigende Grundstückspreise aufgezehrt. Während
in "teuren Städten" wie München, Frankfurt oder Heidelberg der Quadratmeter Bauland etwa 1000 DM koste, sei er in mittelgroßen Städten etwa in Niedersachsen teils schon für unter 100 DM zu haben.

Die Nachfrage nach Baugrundstücken sei konstant hoch geblieben, berichtete die Bausparkasse. Zwar gelinge es immer mehr Kommunen, durch konsequente Baulandausweisung die Preise niedrig zu halten.
In vielen Fällen übersteige jedoch die Nachfrage das Angebot bei weitem.

Innerhalb der Großstädte über 500.000 Einwohner hat Berlin-West beim teuersten Eigenheim-Baugrund
die Nase vorn: Bis zu 1600 DM je Quadratmeter kostet Bauland hier, der Durchschnitt liegt bei 600 DM.
Im Ostteil der Stadt liegt der Schnitt laut LBS bei 350 DM/qm. Der Durchschnittswert von Berlin-West
liegt hinter München und Frankfurt/Main (je 1000 DM), Stuttgart (900), Düsseldorf (650) und Essen (630) auf dem sechsten Rang, der Ostteil der Hauptstadt auf dem vorletzten von 13 Plätzen.

Gebrauchthäuser kosten in Berlin-West rund 700.000 Mark, in Ost-Berlin 550.000 Mark. In der bundesdeutschen Hitliste der 13 größten Großstädte liegen sie damit auf dem 5. bzw. 10. Rang.

Bei den neuen Eigentumswohnungen rangiert der West-Berliner Quadratmeterpreis von 5500 DM hinter München (6200DM) und gleichauf mit Stuttgart auf dem zweiten Rang. Ost-Berliner ETW kosten im
Schnitt 4500 DM/qm und liegen damit im Mittelfeld der Großstädte auf dem 8.Rang. Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten im Osten mit 3900 DM/qm sogar mehr als im Westen (3300 DM), beide Zahlen bedeuten deutsches Mittelfeld.

Der Eigenheimbau in Westdeutschland hat nach LBS-Angaben inzwischen wieder den zuvor führenden Geschoßwohnungsbau überholt. Nach 119000 genehmigten Einfamilienhäusern im Jahr 1997 und
138000 in 1998 rechnen die Experten in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg um acht Prozent auf 150000 Baugenehmigungen.

Der Geschoßwohnungsbau, traditionell zu einem großen Teil zur Vermietung vorgesehen, sank in den
alten Bundesländern von 183000 Wohnungen im Jahr 1996 auf 133000 in 1998.
Auch in Ostdeutschland sei der Mehrfamilienhausbau deutlich hinter den Eigenheimsektor zurückgefallen
.

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(c) copyright J.Schmidt - Übernahme von Text, Grafiken und Scripts ist nicht zulässig. 22. Januar 2004