| Kostenbewußsein ist gewachsen |
| Gleichzeitig steigt das Interesse am Wohneigentum |
| Das Interesse an kostengünstigen
Eigenheimen ist nach Angaben von Bundesbauminster Eduard
Oswald erheblich gestiegen. Eine im Auftrag des
Bundesbauministeriums erstellte Emnid - Umfrage belege,
daß Bauwillige ein zwischen weitaus größeres
Kostenbewußtsein hätten als noch vor drei Jahren. Vor
allem bei den jungen und mittleren Jahrgängen habe die
Akzeptanz für preis- günstige Eigenheimlösungen besonders zugelegt. Dies sei genau die Zielgruppe, die mit der Wohn- eigentumsförderung und der Kampagne Das junge Haus besonders angesprochen werde. Damit sei man dem selbstgesteckten Ziel, das Einstiegsalter ins Wohneigentum zu senken, deutlich näherge- kommen. Oswald erklärte, die neue Emnid- Umfrage greife die Ergebnisse einer vergleich- baren Erhebung vom Herbst 1995 auf, als die breit angelegte Initiative der Bundesregierung zu Baukostensenkung im Wohnungsbau auf den Weg gebracht wurde. Ziel des Vergleichs sei, den Bewußtseinswandel hin zu preiswertem Wohn- eigentum in der Einstellung der Bevölkerung zu dokumentieren. |
Für die aktuelle Repräsentativumfrage
seien im Januar dieses Jahres 2460 Personen an16 Jahre
befragt worden. 40 Prozent wollen selbst bauen. Im Meinungstrend besonders hervorzuheben seien folgende Aussagen: 1. Der Anteil derjenigen in der Bevölkerung, die selbst bauen wollen (40 % plus vier %) oder ein Haus erwerben wollen (33 %, plus zwei %), ist gestiegen. Der Anteil der nicht Interessierten hingegen fiel von 33 % auf 27% zurück. Bemerkenswert ist hier ein Blick auf die Altersgruppen: Zwischen 25 +35 Jahren möchte praktisch jeder zweite (49,3 % gegenüber 43 % im Jahr 1995) bauen. 2. Das Bewußtsein für weitere Einsparungsmöglichkeiten, die für zusätzliche Kostensenkungserfolge notwendig wären, ist erkennbar gestiegen. An der Spitze steht der Ruf nach preiswerteren Grundstücken, der jetzt von 28 % der Befragten erhoben wird, 5 % Punkte mehr als bisher . Vereinfachte Bauvorschriften werden nun von 26 % statt bisher 16% gefördert |
3. Die Zufriedenheit
mit der staatlichen Wohn- eigentumsförderung ist gestiegen. Nur noch 8% (95: 13%) wünschen eine noch größere Unter- stützung des Staates bei der Verwirklichung ihrer Immobilienpläne. Das sei sicher in erster Linie auf die Eigenheimzulage und die verbesserte Bauspar- förderung zurück zu führen. 4. Unter denen die aus Kostengründen eigentlich kein Haus bauen oder kaufen möchten, ist der Anteil derjenigen gestiegen, die sich ein besonders kostengünstig erstelltes Eigenheim gleichwohl vorstellen können (40% gegenüber 32%). Auch hier sind die Werte in den jungen und mittleren Altersgruppen deutlich höher: zwischen 25 u. 35 Jahren bei 46% (+5%) und bei den 36 bis 49 jährigen sogar 49% (+20%). Es sei offenbar zu einem guten Teil gelungen, gerade bei den Haushalten den Gedanken an das eigenen Heim in erreichbare Nähe zu rücken die bislang kaum eine Möglichkeit für den Erwerb eines Hauses sahen. |