Wohnraum ist und bleibt weiter gefragt
Auch wenn zur Zeit - nicht zuletzt durch durch die Akzentuierung der Eigenheimförderung - ein Aufholen beim Erwerb vom eigengenutztem Wohneigentum zu verzeichnen ist: Die Nachfrage nach Wohnraum ist und bleibt bestehen - Investoren sind nach wie vor gefragt. Der Wohnungsneubau kann den Bedarf auf dem Wohnungsmarkt nicht mehr decken, in Bayern fehlen 250.000 preisgünstige Wohnungen, erklärte nach einer Mitteilung der dpa kürzlich der bayerische Landesverband des Deutschen Mieterbundes. Grund für den Mangel seien die auf den Markt drängenden geburtenstarken Jahrgänge, immer älter werdende Menschen, die in ihren Wohnungen bleiben, und eine ständig steigende Scheidungsrate.
Hinzu komme ein jährlicher Wohnungsverlust von etwa 23.500 Wohneinheiten
durch Abriß, Zweckentfremdung und leerstehenden Wohnraum. Der Mieterverein beklagte einen Abwärtstrend beim Wohnungsbau, der sich auch für die Arbeitsplätze am Bau negativ auswirke. Während die Mieten stiegen, sinke das Wohngeld. Seit der letzten Anpassung des Wohngelds im Jahr 90 seien die Mieten um über 30% gestiegen, gleichzeitig fielen 30% Wohngeldberechtiger Haushalte aus der Förderung. immer mehr Haushalte würden bei gestiegenen Mieten weniger Wohngeld als 90 bekommen. Grund sei das zur Berechnungsgrundlage gemachte, gestiegene Nominaleinkommen. Der Verlust an Realeinkommen bleibe dabei unberücksichtigt.
dpa

 

Der Wunsch vieler Bauherren: Teuer soll`s nicht sein
Intelligente Planung macht dies möglich und zeigt Wege zum eigenen Heim auf
Wenn es um Wohneigentum geht, so besteht hierzulande erheblicher Nachholbedarf. Zwar ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ebenso weit verbreitet wie die Erkenntnis, daß Leben im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung ein gutes stück Zukunftssicherung darstellt. Doch blieb der Weg zum eigenen Heim vielen Interessenten bislang aus Kostengründen versperrt.
Beispiele aus unseren Nachbarländern zeigen zwar, daß Wohneigentum auch kostengünstiger zu erstellen ist, dennoch fehlte es bis lang bei uns weitgehend an entsprechenden Angeboten.

Daß günstiges Wohneigentum auch in Deutschland keine Utopie sein muß, beweise beispielweise ein Memminger Unternehmen, das Einfamilien-
reihenhäuser schlüssigfertig samt Grundstück

zu einem Preis von 300.000,- bis 350.000,- Mark je nach Grundstückgröße anbietet. Die Wohnfläche verteilt sich auf Erdgeschoß, erste Etage und Dachgeschoß. Der günstige Preis resultiere in erster Linie aus einem intelligenten Plan, der auf schlanke nur 4,3 m breite Häuser setzt, auf einen Keller verzichtet und alle Ver-
sorgungsleitungen in einem zentralen Schacht bündelt. Zum kostengünstigen Bauen trügen auch der breite Einsatz vorgefertigter Elemente wie des komplett auf den Rohbau aufgesetzten Dach-
stuhles bei. Als Volltreffer habe sich nicht zuletzt die Entscheidung für den trockenen Innenausbau mit Gipsplatten er wiesen, der sich nicht nur in einer Kostenersparnis von rund 5 % in der Bau-
summe niederschlage, sondern auch durch den Wegfall von Trockenzeiten, günstige Installations-
bedingungen und raschen Baufortschritt für eine
frühere Fertigstellung sorge. Dank schlankerer Wände, die dennoch einen optimalen Schallschutz bieten und auch schwerere Hängeschränke problemlos tragen, seien pro Bau auch noch bis zu zwei Quadratmeter Wohnfläche gegenüber konventionell ausgebauten Häusern gewonnen worden. In der Praxis zeige sich schließlich, daß die auf individuelles bauen ausgerichteten süddeutschen Käufer rasch einen weiteren Vorteil entdeckten, die Flexibilität der Grundrißaufteilung. Da die Bauweise nicht zuletzt dank der zimmer-
breiten Grundfläche komplett auf tragende Innen-
wände verzichten könne, ließen sich die Geschos-
se dem individuellen Wunsch entsprechend beliebig aufteilen. Und diese Individualität koste ohne aufwendige Sonderwünsche nicht mehr.

eha

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