Höhere Zuschüsse für ökologisches Bauen?  

Hausbauer fordern mehr staatliche Unterstützung

Ökologisch zu bauen ist kostspielig und wird zu wenig gefördert – auf diese knappe Formel lässt sich das Ergebnis einer repräsentativen Emnid- Umfrage im Auftrag des Finanzpartners BHW bringen.
Die Deutschen sind nach den Ergebnissen der BHW- Umfrage mehrheitlich nicht davon überzeugt, dass sich Ausgaben für ökologische Baumaßnahmen langfristig auszahlen – trotz der staatlichen Hilfen wie zum Beispiel die Ökozulage.
Zwei Dritteln der Deutschen reichen die Zuschüsse nicht aus. Dabei riefen die Bürger der alten Länder deutlich stärker nach mehr Zulagen als die Bürger der neuen ( 70 zu 55 Prozent).

Entscheidung erleichtern
BHW- Experte sieht in der besseren Förderung den ausschlaggebenden Faktor für einen Durchbruch des ökologischen Bauens. Die Zeiträume bis zu Amortisation der Ausgaben sind lang, der Staat muss die Entscheidung von Bauherren noch mehr als bisher mit günstigen Darlehen und Zuschüssen erleichtern. Deshalb begrüße er auch die neue Energieeinsparverordnung, die ab 2002 Bauherren und Modernisierern Anreize zu Senkung des Energieverbrauchs geben soll.

Mangelhafte Information
Das Ziel „Energiesparen“ ist zum Allgemeingut geworden. Doch 66 Prozent der Befragen – und mit 71 Prozent vor allen die jüngeren – machen immer noch fehlende Information für das Ausbleiben von Investitionen in energiesparende Techniken verantwortlich.

Trotz hoher Energiepreise und dazu noch heiß diskutierter Ökosteuer ist der Anteil derjenigen erstaunlich groß, die in zu teurer Energie einen Grund für das Scheitern von Öko- Investitionen beim Hausbau sehen. 20 Prozent meinen, dass die günstigen Preise für Öl, Gas und Wasser ein entscheidendes Hindernis seien.

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(c) copyright J.Schmidt - Übernahme von Text, Grafiken und Scripts ist nicht zulässig. 24. Januar 2004